Wie kommt es zu einem Finanzstrafverfahren?

Die Zahl der Betriebsprüfungen und Finanzstrafverfahren ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Oftmals kommt ein Finanzstrafverfahren durch folgende Ereignisse ins Rollen:

1. Finanzstrafverfahren durch Betriebsprüfungen

Oft  liefern Betriebsprüfungsergebnisse konkrete Hinweise für ein Finanzstrafverfahren. Form und Inhalt Ihrer Buchhaltung können verräterisch sein. Es sind jedoch nicht nur vermutete Umsatzverkürzungen oder private Aufwendungen in der Buchhaltung, die das Misstrauen des Prüfers erwecken. Verschachtelte Gesellschaftskonstruktionen, fragwürdige Auslandsbeziehungen oder ein auffälliger Lebensstil der im Missverhältnis zum Einkommen steht, erhöhen Ihr Risiko eines Finanzstrafverfahrens beträchtlich: Wie wahrscheinlich ist eine Betriebsprüfung? >> Mehr dazu

2. Finanzstrafverfahren durch Anzeigen von Privatpersonen

Einer Vielzahl von Finanzstrafverfahren geht eine Anzeige von Privatpersonen voraus: Allen voran durch enttäuschte Ehepartner, ehemalige Dienstnehmer oder Konkurrenten aus dem Geschäftsleben, die das Finanzamt mit einem „Tipp“ versorgen.

3. Finanzstrafverfahren durch Ermittlung der Finanzpolizei (vormals KIAB)

Die Finanzpolizei ist eine Sondereinheit der Finanzämter. Hauptziel ist die Feststellung illegal beschäftigter Arbeitnehmer, da hiermit in der Regel Steuerhinterziehungen und die Hinterziehung von Sozialversicherungsbeiträgen verbunden sind. Überraschungsbesuche der Finanzpolizei können bei festgestellten Unregelmäßigkeiten ein Nachspiel haben. Besonders die Risikobranchen wie das Bauwesen, das Hotelerie- und Gastgewerbe sowie das Transportwesen müssen vermehrt mit Überprüfungen rechnen. Die Finanzpolizei verfügt über umfangreiche Kontrollbefugnisse und ist beispielsweise berechtigt, Betriebsstätten und Betriebsräume zu betreten und sämtliche relevante Informationen von Ihnen und auch Ihren Angestellten zu erfragen.