Finanzstrafrecht: Was wird bestraft?

Dass es zu einer Strafe führt, wenn Steuern vorsätzlich nicht entrichtet wurden, liegt auf der Hand. Empfindlich höher fällt die Strafe aus, wenn dazu gefälschte Beweismittel oder Scheingeschäfte eingesetzt wurden. Eine Vielzahl von Delikten wird durch die Abgabe unrichtiger Jahressteuererklärungen bewirkt. Auch das verspätete oder verabsäumte Melden und Entrichten von Umsatzsteuervorauszahlungen und Lohnabgaben unter dem Jahr kann bereits zu einem Finanzstrafverfahren führen.

Versehen schützt nicht vor Finanzstrafe – sorgen Sie vor!

Doch nicht immer ist der Sachverhalt so ein deutig! Sofern Sie die gebotene Sorgfalt bei Ihren steuerlichen Angelegenheiten außer Acht lassen, kann dies ebenso zu einer Strafe führen. Die meisten Delikte sind auch bei fahrlässiger Begehung strafbar! Die Berufung auf ein Versehen schützt daher nicht vor einer Strafe, wenn offenkundig grob sorgfaltswidrig gehandelt wurde. Die Verletzung von Formalvorschriften und Meldepflichten kann ebenso zu einer Strafe führen. Wer zum Beispiel die Meldung einer Schenkung unterlässt, hat für den Fall der Aufdeckung mit Strafen zu rechnen.

Risikokoanalyse: Als Unternehmer sollten Sie sich vorab informieren

Gerne überlegen wir mit Ihnen gemeinsam, ob Ihr Verhalten zu einem Finanzstrafverfahren führen kann.