Betriebsprüfung: Die richtige Vorbereitung

Die richtige Vorbereitung auf eine Betriebsprüfung gemeinsam mit einem Experten kann Ihnen viel Ärger ersparen! Vor der Prüfung sollten mögliche Diskussions- und Angriffspunkte des Prüfers ausfindig gemacht werden, um eine Gegenstrategie zu entwickeln. Bereits im Rahmen dieser Vorbereitung sollte das Risiko eines möglichen anschließenden Finanzstrafverfahrens mitberücksichtigt werden.

Welche Informationen müssen Sie offenlegen?

Als Steuerpflichtiger sind Sie grundsätzlich dazu verpflichtet, Ihre steuerlich relevanten Verhältnisse umfangreich offenzulegen und bei der Ermittlung des Sachverhalts mitzuwirken. Bei Auslandssachverhalten besteht sogar eine erhöhte Mitwirkungspflicht. Die Herausgabe von Daten und Informationen kann daher nur in vereinzelten Fällen verweigert werden. Beispielsweise ist der Arzt zur Verschwiegenheit bezüglich seiner Patientendaten verpflichtet und hätte daher die Möglichkeit, Umsatzaufzeichnungen in anonymisierter Form vorzulegen.

Welche Unterlagen sind vorzubereiten?

  • Jahresabschluss, sämtliche Nebenbücher und Einzelkonten
  • Anlagenverzeichnis
  • Lohnkonten
  • Grundaufzeichnungen wie Kassa- und Wareneingangsbuch, Losungsermittlungen
  • Inventuren (inkl. Uraufnahmelisten)
  • EDV-Daten der elektronischen Buchhaltung
  • EDV-Daten elektronischer Kassensysteme
  • Detailberechnungen der Rückstellungen
  • Um- und Nachbuchungsbelege
  • Belegordner (Eingangs- und Ausgangsrechnungen, Lieferscheine, Bankauszüge
  • Branchenspezifische Unterlagen (z.B. Preislisten, Paragons, Registrierkassenstreifen, Vertreterabrechnungen)
  • Sonstige Unterlagen (diverse Verträge, Gesellschafter-, Umlaufbeschlüsse, Subventionszusagen, Klagen, Gerichtsurteile, Schadensmeldungen)

Kann man etwas tun, wenn die Prüfungsanmeldung gerade besonders ungelegen kommt?

Wenn Ihnen die Prüfungsanmeldung gerade besonders ungelegen kommt, können Sie um eine Verschiebung ansuchen – für die Sie jedoch einen guten und nachvollziehbaren Grund brauchen (Hochsaison, Erkrankung, Urlaubspläne). Auch hier gilt: Der Ton macht die Musik. Ein gutes Gesprächsklima lässt Ihre Chancen stark steigen. Wir unterstützen Sie dabei!

Wird der Prüfer Ihnen und Ihren Mitarbeitern während der gesamten Prüfung über die Schulter schauen?

Eine Betriebsprüfung sollte Ihre Unternehmenstätigkeit so wenig wie möglich beeinflussen. Wesentlich ist, dem Prüfer eine geeignete Ansprechperson zur Seite zu stellen, die dann regelmäßig mit dessen Fragen konfrontiert wird. Dies wird in der Regel Ihr Steuerberater sein! Gerne stehen wir Ihnen mit Engagement und Fachwissen zur Seite!